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Wie du eine Tour optimal nachbereitest

10.05.2018 Tipps, Tricks und Guides

Da auch die schönste Tour einmal zu Ende geht, möchte ich dir im heutigen Artikel einige Tipps mitgeben, mit denen du eine Tour für dich abschließen kannst. Ziel des Ganzen soll sein, dass du einerseits deine Erlebnisse auf der Tour für dich festhalten kannst, um sie jederzeit ein wenig zurück zu holen. Andererseits dreht sich natürlich auch einiges um die Anpassung deiner Ausrüstung. Welche Punkte ich als sinnvoll in diesen Zusammenhängen erachte, erfährst du in diesem Artikel.

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In meinem Artikel "Wie du dich optimal auf eine Tour vorbereitest" habe ich für dich vor einiger Zeit bereits einige Tipps zusammengestellt, die, wie der Name schon sagt, auf die Vorbereitung einer Wanderung abzielen. Genauer gesagt ist in diesem Artikel die Rede von der Vorbereitung zu einer Tagestour.

Heute gehe ich, Frech wie Oskar, davon aus, dass du mit Hilfe einiger dieser Tipps eine schöne Tour gewandert bist und diese nun nachbereiten möchtest.

Auch hierbei möchte ich es dir wieder ein wenig leichter machen und dir bei der Nachbereitung dieses Tagesausflugs unter die Arme greifen. Wie ich das bereits im Vorbereitungs-Artikel getan habe, werde ich auch heute einen kurzen zeitlichen Ablauf für dich zusammenfassen.

Rekapitulation am Ende der Tour

Du hast deine Wanderung durchgeführt und hast hoffentlich wundervolle Eindrücke auf deinem ausgewählten Wanderweg sammeln können. Um mit der Tour abzuschließen, möchte ich dir den Tipp geben, dass du die Tour Revue passieren lässt und will dir einige Möglichkeiten verraten, die ich immer wieder nutze.

Am Etappenziel

Nimm dir, sobald du das Ziel deiner Wanderung erreicht hast, etwa 15-30 Minuten Zeit. Setze dich nach Möglichkeit an einen schönen Platz am Etappenziel. Hier angekommen, läufst du dann gedanklich den Weg noch ein zweites Mal ab und kannst dich so ein weiteres Mal an deiner Wanderung erfreuen.

Auf der Rückreise

Wenn dich zeitlich ein wenig der Schuh drückt, kannst du das Ganze auch während deiner Rückreise machen, sofern du wie ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist. Als Vorteil ist hierbei definitiv zu benennen, dass oftmals die Landschaft, die du gerade erwandert hast, noch einmal am Fenster vorüberzieht. Dies sorgt in der Regel für eine gelungene Untermalung deiner Gedankenwanderung.

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Meine Einkehrradler-Tradition

Kehre irgendwo ein

Wenn dir hingegen einige Zeit übrigbleibt, bietet sich eine Rekapitulation der Wanderung natürlich auch bei leckerem Essen und guten Getränken an.

Vielleicht ist dir am Ende meiner Seite schon der Zähler aufgefallen, der sowohl die Schritte und Kilometer, aber eben auch meine Einkehrradler zählt.

Einzukehren ist, das muss ich zugeben, eine meiner liebsten Möglichkeiten um eine Wanderung abzuschließen. Zudem ist das Einkehrradler für mich schon zu einer Art Tradition geworden, denn das hatte ich bereits zu meinem ersten Wanderausflug im Berchtesgadener Land und führe das bis heute gern fort.

Generell nutze ich oft aber eine Kombination aus allen 3 Punkten um meine Tour noch einmal Revue passieren zu lassen. Was für dich von den genannten Punkten am besten taugt, ist natürlich dir überlassen.

Hast du vielleicht sogar noch eine ganz andere Methode oder ein Ritual für den Abschluss einer deiner Touren? Schreibe das gern unten in die Kommentare!

Die ersten Schritte daheim

Hygienische Zeckensuche

Ich gehe hierbei einmal davon aus, dass du dich deiner Wanderutensilien nach deiner Rückkehr bereits entledigt hast und bereit für eine Dusche oder ein Bad bist.

Was du hier unbedingt, neben deiner Wiederherstellung zum zivilisierten Menschen, tun solltest, ist, dich in diesem Moment auch nach Zecken abzusuchen. Die kleinen Biester übertragen bekanntermaßen Krankheiten wie FSME und Borreliose und sollten daher schleunigst, z.B. mit einer Zeckenzange, entfernt werden.

Pflege deiner Ausrüstung

Nachdem du dich nun wieder einigermaßen hergestellt hast, ist auch für dein Equipment Pflege angesagt. Hierbei gibt es einige Punkte, die du Checklistenartig abarbeiten kannst, wie z.B.:

  • Schuhe/Stiefel von grobem Schmutz befreien
  • Schuhe/Stiefel ggf. mit Schuhcreme, Wachs oder ähnlichen auf Vordermann bringen
  • Wanderkleidung nach Schwachstellen/Defekten untersuchen
  • Wanderkleidung reinigen
  • Bei Bedarf Kleidung neu imprägnieren
  • Rucksack mit einem feuchten Tuch auswischen
  • Bei Bedarf Technik reinigen (z.B. Kameralinse, etc.)
  • Und noch vieles mehr

Du siehst, es gibt hier massig Pflegemöglichkeiten. Da ich natürlich nicht weiß, was du auf deine Touren noch so alles mitnimmst, ist diese Liste für dich natürlich beliebig erweiterbar.

Bedenke dabei eines. Je mehr Pflege du deiner (mitunter nicht ganz günstigen) Ausrüstung zukommen lässt, umso länger hast du was von dieser.

Optimieren deiner Ausrüstung

Ich persönlich erarbeite mir aktuell gerade einige Checklisten, mit Hilfe derer ich meinen Rucksack, je nach Art der geplanten Tour, optimal packen können will. Bedeutet im Klartext, dass ich mir für eine Tagestour, für Mehrtagestouren und auch für Kurztrips sogenannte Packlisten vorbereite, so dass ich beim nächsten Packen einfach Zeit sparen kann.

Wenn du dir auch solche Checklisten erarbeiten möchtest, bietet es sich ungemein an, diese beim Auspacken des Rucksacks zu optimieren.

Equipment weglassen

Dieser Punkt erklärt sich quasi von allein, denn hier schaust du dir im Prinzip einfach nur an, was du zu deiner Wanderung mitgenommen hattest, aber nicht gebrauchst hast.

Sollte das kein überlebensnotwendiger Gegenstand sein, solltest du darüber nachdenken ihn beim nächsten Mal nicht wieder einzupacken.

Auch Equipment, welches man eventuell, irgendwann, zu einem bestimmten Ereignis, vielleicht, unter Umständen einmal brauchen könnte, fällt in die "Das-kann-weg"-Kategorie.

Erstelle dir für diese Art Ausrüstungsgegenstände lieber einfach eine eigene Packliste, die eben für diese besonderen Zwecke optimiert ist. Als Beispiel eine Schönwetterliste ohne Regenschutz und eine Schlechtwetterliste, auf der sich dieser natürlich wiederfindet.

Equipment tauschen

Falls du auf deiner Tour festgestellt hast, dass einer der mitgenommenen Ausrüstungsgegenstände vielleicht nicht die optimale Wahl war, kannst du dir in diesem Schritt überlegen, durch welchen anderen du ihn ersetzen möchtest.

Um dich dabei zu unterstützen habe ich die Rubrik des Flotten Dreiers auf dem Blog ins Leben gerufen, in der ich dir immer mal wieder drei Gegenstände und unter anderem deren Verwendungszweck vorstelle.

Equipment ergänzen

Abschließend gibt es hier natürlich auch die Möglichkeit Ausrüstungsgegenstände zu ergänzen. Wenn du etwas auf deiner Tour schmerzlich vermisst hast, solltest du darüber nachdenken, deine Packliste zu erweitern.

Es kommt auch immer mal wieder vor, dass man den ein oder anderen Tipp aufschnappt und anhand dessen die Ausrüstung ergänzen möchte. Als Beispiel würde ich hier Tape, Kabelbinder oder Ersatzschnürsenkel nennen. Einfach die Teile, an die man zunächst klassischerweise nicht selbst gedacht hat.

Ja, ich gebe dir Recht, grob gesehen sind das genau die Gegenstände, die man eventuell, irgendwann (und so weiter) nutzen könnte. Ich gebe zu, hier mache ich eine Ausnahme.

Ich überlege mir einfach im Vorfeld, welche "Was-wäre-wenn"-Ausrüstung mir im Zweifel auf einer Tour den Hintern retten würde und welche eben nicht. Beispielsweise können defekte Schuhe/Stiefel das Ende einer Tour bedeuten und das will ich mittels Tape für die Sohle oder Ersatzschnürsenkeln vermeiden.

Randnotiz: Ende Mai plane ich aktuelle meine erste mehrtägige Tour und werde hierzu im Juni eine Artikelserie veröffentlichen. In diesem Zusammenhang werde ich dann auch einige meiner danach optimierten Packlisten für dich bereitstellen.

Deinen Ausflug konservieren

Heutzutage gibt es netterweise mannigfaltige Möglichkeiten seine Ausflüge für sich selbst und die Nachwelt festzuhalten. Spontan fallen mir hierzu Fotodokus, Videos und getrackte Wege ein. Um davon auch im Nachgang noch sinnvoll zehren zu können, solltest du darüber nachdenken, diese entsprechend sinnvoll zu verarbeiten.

Buschwindröschen am Wegesrand - Rhein-Neckar-Weg

Fotoarchiv / Fotobücher

Wieder ein Punkt, der sich quasi von allein erklärt. Hierbei speicherst du deine Fotos an einem für dich geeigneten Ort ab und benennst diese bestenfalls sogar um. Wenn du später einmal ein Foto der Tour vom HW40 suchst, wirst du dieses eher finden, wenn es Bezug zum Weg hat und nicht, wenn es "IMG08154711" heißt. Klar, oder?

Wenn du dir deine Tour nicht nur digital vor deine Augen führen willst, kannst du im Nachgang auch noch über ein Fotobuch deiner gesammelten Touren nachdenken. Der Vorteil daran ist natürlich, dass du sowohl beim Erstellen, als auch beim Durchblättern des Buchs erneut in deine Tour eintauchen kannst. In meinem Umfeld wird dies gerne und ausgiebig genutzt.

Ich habe gehört, dass manch einer einige seiner Bilder sogar im Internet auf einem Blog veröffentlicht. Komische Leute gibt’s da draußen…

Foto- und Videobearbeitung

Zu diesem Punkt brauche ich denke ich nicht allzu viel zu schreiben, da er sich erneut selbst erklärt. Das Schöne an Foto- bzw. Videobearbeitung ist, dass du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst.

Zum einen holst du dir einige Erinnerungen an deine Tour wieder in dein Gedächtnis zurück. Zum anderen holst du noch den letzten Schliff aus deinen Ausnahmen und kannst daraus waschechte Kunstwerke erschaffen.

Es ist immer wieder erstaunlich, was man aus Bildern eines einfachen Tagesausflugs alles herausholen kann.

Tracking auf Komoot

Tracking bearbeiten

Ich persönlich beginne gerade, auch in Bezug auf diese Seite, meine Touren mittels einer App zu tracken. Hierbei ist mir aufgefallen, dass einige Tracks je nach genutzter App nicht immer einhundertprozentig korrekt wiedergegeben werden.

Solltest du deine Touren ebenfalls tracken, wird dir das vermutlich auch bereits aufgefallen sein. Um die Tour letztlich mit anderen zu teilen ist hier entsprechend noch einmal, in Form von Korrekturen und/oder Ergänzungen, Hand anzulegen.

Randnotiz: Ich teste aktuell für diesen Punkt die App Komoot, die ich mir zugelegt habe. Nach dem ich diese ausführlich getestet habe, wirst du hier auf dem Blog, ebenfalls nach meiner Tour Ende Mai, einen Erfahrungsbericht dazu finden.

Teile deine Erfahrungen

In meinen Augen einer der wichtigsten Punkte in diesem Artikel. Lasse andere an deiner Tour teilhaben. Zeige ihnen deine Fotos oder Videos und erzähle ihnen von den tollen Erlebnissen, die du während der Wanderung hattest.

So bleibt dein Ausflug für dich absolut lebendig und vielleicht sorgt das sogar dafür, dass du bei deiner nächsten Tour nette Gesellschaft hast.

Fazit

An dieser Stelle möchte ich, wie auch im Artikel zur Vorbereitung, noch ein kleines Fazit ziehen.

Ein paar dieser Punkte fallen bestimmt nicht für jedermann in die Kategorie der optimalen Nachbereitung einer Wanderung. Wie auch im Vorgängerartikel möchte ich hier aber betonen, dass ich auch hier wieder versucht habe objektiv alle Punkte aufzuzählen, die mir zum Thema eingefallen sind.

Wenn dir ein weiterer Punkt einfällt, oder du deine Nachbereitung vollkommen anders durchführst, lass uns doch alle daran teilhaben und schreibe das unten in die Kommentare!

Fernweh ist auch in der Nähe stillbar!
Passt auf euch auf. Lasst euch nicht ärgern. Ciao!

Dein Heimatnomade

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